Kinder brauchen nicht möglichst viele Versicherungen. Entscheidend ist, die richtigen Themen zum richtigen Zeitpunkt zu prüfen: Versicherbarkeit, Arbeitskraft, Gesundheitsschutz und Familie – und erst danach Vermögensaufbau.
Viele junge Erwachsene verstehen den Wert einer BU genau dann, wenn sie eigenes Einkommen haben. Leider ist die gesundheitliche und risikotechnische Ausgangslage dann nicht immer noch dieselbe.
Bei einem jungen Erwachsenen führte das inzwischen ausgeübte Hobby in unserem konkreten Fall zu einem Risikozuschlag von 100 %. Eine Alternative verlangte 75 % – bei bereits höherem Grundbeitrag.
Eine Studentin ließ sich zur Verschiebung einer Prüfung krankschreiben. Die psychische Dokumentation führte später dazu, dass BU-Schutz nur mit Einschränkung darstellbar war.
Ungeklärte Beschwerden waren erst seit dem Berufsstart aufgetreten. Eine vernünftige reguläre BU-Lösung ließ sich im konkreten Fall nicht mehr darstellen.
In einem weiteren Fall führte die Risikoprüfung zu einem Zuschlag von 25 %.
Diese Fälle sind anonymisiert und keine allgemeingültigen Annahmeentscheidungen. Versicherer bewerten Gesundheit, Beruf und Freizeitrisiken individuell.
Die Produkte ändern sich mit dem Alter. Das Ziel bleibt gleich: sinnvolle Möglichkeiten offenhalten, ohne unnötige Verträge anzusammeln.
Ein Baby braucht selbstverständlich keine Berufsunfähigkeitsrente. Es gibt aber Lösungen, die entweder spätere Zugänge sichern oder bereits einen kindgerechten Grundfähigkeitsschutz aufbauen.
Der Vermögensaufbau4Kids ist eine fondsgebundene Rentenversicherung mit Fonds- und ETF-Auswahl, flexiblen Zuzahlungen und Entnahmen. Für uns ist bei kleinen Kindern besonders die kostenlose Einkommensschutz-Option interessant.
Aktuell nennt die NÜRNBERGER folgende Entwicklungsschritte: ab fünf Jahren kann – je nach gewähltem Weg – ein Schulunfähigkeits- oder Grundfähigkeitsschutz bis 1.000 € Monatsrente genutzt werden. Ab zehn Jahren ist beim Übertritt auf eine weiterführende Schule eine echte Schüler-BU bis 1.000 € möglich; später folgen weitere Ausbauoptionen und über EKS-Plus höhere Grenzen. Der Sparvertrag selbst ist bereits ab Geburt möglich. In unserer Beratung setzen wir die EKS-Prüfung typischerweise nach der U5 beziehungsweise im ersten Lebensjahr auf die Agenda.
Die Alte Leipziger ermöglicht einen Einstieg bereits ab sechs Monaten. Weil ein Baby viele Grundfähigkeiten noch gar nicht erlernt hat, besteht zunächst ein altersgerechter Schutz mit einer Einmalzahlung bei definierten sehr schweren Erkrankungen. Ab dem dritten Geburtstag wird daraus automatisch der umfassendere Kinder-Grundfähigkeitsschutz – ohne neue Risikoprüfung.
Später kann der Schutz erweitert werden. Unter definierten Voraussetzungen ist auch ein Wechsel in eine BU ohne erneute Risikoprüfung möglich, etwa beim erstmaligen Besuch einer weiterführenden Schule oder beim erstmaligen Eintritt in eine berufliche Tätigkeit.
Das sind keine identischen Produkte. Die EKS-Option sichert vor allem spätere Zugangsrechte. Die Kinder-GF bietet bereits einen eigenen Leistungsschutz. Welcher Weg sinnvoller ist, hängt davon ab, ob die Familie heute bereits Leistungsschutz möchte oder vor allem Versicherbarkeit für später sichern will.
| Frage | Grundfähigkeit | Schulunfähigkeit | Schüler-BU |
|---|---|---|---|
| Was löst die Leistung aus? | Verlust definierter Fähigkeiten / Leistungsauslöser | Schulunfähigkeit nach den Bedingungen | Berufsunfähigkeit in der versicherten Tätigkeit „Schüler“ |
| Echte BU? | Nein | Nein | Ja |
| Wie früh möglich? | je nach Konzept schon im Kleinkindalter | z. B. NÜRNBERGER ab 5 | LV 1871 ab 6 / Einschulung; viele weitere ab ca. 10 |
| Langfristiges Ziel | früher eigenständiger Schutz / Brücke | Brücke bis zur BU | Arbeitskraftschutz, der ins Berufsleben weiterlaufen kann |
Die LV 1871 bietet aktuell bereits für eingeschulte Kinder ab sechs Jahren eine vollwertige BU. Für die meisten Schüler sind bis zu 1.500 € Monatsrente möglich, für Schüler der gymnasialen gymnasialen Oberstufe, Fachoberschule (FOS) oder Berufsoberschule (BOS) bis zu 1.800 €. Entscheidend ist nicht nur der frühe Einstieg, sondern die spätere Entwicklung über Zukunfts- und Karrieregarantie.
Ab ungefähr zehn Jahren kommen weitere leistungsstarke Gesellschaften hinzu. Genau hier lohnt sich ein Marktvergleich, weil sich die Unterschiede nicht nur beim Beitrag zeigen, sondern bei Gesundheitsprüfung, Besserstellung, Nachversicherung, Karrieregarantie, Leistungsdynamik, DU-Perspektive und vielen kleinen Bedingungen.
Kein Testsieger-Ranking. Die Tabelle zeigt bewusst unsere engere Auswahl leistungsstarker Schüler-BU-Anbieter – nicht den gesamten Markt. Tarife, die unsere Mindestkriterien für langfristige Schülerabsicherung nicht erfüllen, haben wir hier weggelassen. Verglichen werden Punkte, die bei potenziell fünf Jahrzehnten Laufzeit wichtiger sein können als ein paar Euro Anfangsbeitrag.
| Kriterium | Alte Leipziger | LV 1871 | NÜRNBERGER | HDI | Allianz | Baloise / Helvetia | die Bayerische | VOLKSWOHL BUND |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Frühester Einstieg echte Schüler-BU | 10 Jahre | 6 Jahre / eingeschult | 10 Jahre / weiterführende Schule | 10 Jahre | 10 Jahre | 10 Jahre | 10 Jahre | 10 Jahre / ab 5. Klasse |
| Max. BU-Rente beim Schüler-Einstieg | bis 1.500 € | bis 1.500 €; Oberstufe/FOS/BOS bis 1.800 € | bis 1.500 € | bis 1.500 € | bis 1.500 € | bis 1.500 € | bis 1.500 € | bis 1.500 € |
| Echte BU statt reiner Schulunfähigkeit | Ja | Ja | Ja ab 10; SU bereits ab 5 | Ja | Ja | Ja | Ja | Ja |
| Schulform wird bei Einstufung berücksichtigt | Ja | Ja, sehr differenziert | Ja | Ja | Ja | Ja | Ja | Ja |
| Schulische Besserstellung möglich | Ja | Ja – Zukunftsgarantie | Ja – Günstigerprüfung | Ja – UpgradeJoker | Ja – Beitragsüberprüfung | Ja – Schulform/Oberstufe; Fristen, ggf. Gesundheitsprüfung | Ja – Erweiterungsgarantie | Ja |
| Berufliche Besserstellung später | Ja | Ja – Zukunftsgarantie | Ja – Günstigerprüfung | Ja – UpgradeJoker | Ja – Beitragsüberprüfung | Ja – neuer Beruf; Fristen, ggf. Gesundheitsprüfung | Ja – Erweiterungsgarantie | Ja – Berufswechselprüfung |
| Später riskanter Beruf macht den Altvertrag teurer? | Nein | Nein | Nein | Nein | Nein | Nein | Nein | Nein |
| Nachversicherung: erneute Prüfung? | ohne erneute Risikoprüfung | ohne erneute Risikoprüfung | ohne erneute Risikoprüfung | ohne erneute Risikoprüfung | ohne erneute Gesundheitsprüfung | ohne erneute Risikoprüfung | ohne erneute Risikoprüfung | ohne erneute Gesundheitsprüfung |
| Ereignisunabhängige Erhöhung | Ja | Ja | Ja | Ja | Ja | Ja – 1× in den ersten 5 Jahren + Beginn 11. Versicherungsjahr | Ja – in den ersten 5 Jahren | Ja |
| Karriere-/High-Potential-Mechanik | Beginner-Bonus + Erhöhungsoptionen | Karrieregarantie | umfangreiche Erhöhungsoptionen | KarrierePlus | Nachversicherung + Beitragsüberprüfung | Karriere-Garantie bis 6.000 €; bestimmte akademische Berufe bis 7.500 € | Karrieresprung als Nachversicherungsanlass | umfangreiche Nachversicherung bei Lebensereignissen |
| Garantierte Rentensteigerung im Leistungsfall | 1–3 % möglich | 1–3 % möglich | 1–3 % möglich | 1–3 % möglich | 1–3 % möglich | 1–3 % möglich | 1–3 % möglich | 1–3 % möglich |
| AU-Schutz | Ja, möglich | Ja, möglich | Ja, möglich | Ja, möglich | Ja, möglich | Ja, möglich | Ja, möglich | Ja, möglich |
| DU-Schutz | Kein DU-Schutz | Kein DU-Schutz | Ja – BU mit DU-Schutz möglich | Kein DU-Schutz | Ja – späterer Einschluss möglich | Kein DU-Schutz | Ja – echte DU-Klausel | Kein DU-Schutz |
| Besonderheit aus unserer Sicht | starker Langzeit-BU-Baukasten | frühester echter BU-Start + Zukunftsgarantie | EKS → SU → BU + Günstigerprüfung | UpgradeJoker + KarrierePlus | Beitragsüberprüfung + spätere DU-Option | starke Nachversicherung + Karriere-Garantie; Besserstellung mit Fristen | DU-Schutz + Erweiterungsgarantie | BU MODERN + AU-Leistung für Schüler bis 20 |
Stand August 2026. Die Übersicht ist kein Ranking und ersetzt keine individuelle Auswahl nach Gesundheitszustand, Schulform, gewünschter Rentenhöhe und persönlicher Planung.
Die Kurzprofile sind bewusst keine Rangliste. Ein Anbieter kann für ein Kind hervorragend passen und für das nächste wegen Gesundheit, Schulform oder Karriereplanung ausscheiden.
Ab zehn Jahren echte Schüler-BU bis 1.500 €. Der Anbieter hebt ausdrücklich hervor, dass ein später riskanterer Beruf oder ein höheres persönliches Risiko wie eine neue Risikosportart den bestehenden Beitrag nicht verteuert. Dazu kommen umfangreiche Erhöhungsmöglichkeiten ohne erneute Risikoprüfung.
Der derzeit früheste echte BU-Einstieg in unserem Kernvergleich: ab sechs Jahren beziehungsweise Einschulung. Besonders stark sind Zukunftsgarantie, Ausschlussüberprüfung bei bestimmten Lebensereignissen und Karrieregarantie.
Interessant ist die gesamte Kette: EKS-Option schon im Kindervorsorgevertrag, Schulunfähigkeit ab fünf und echte Schüler-BU ab zehn. Bei der Schüler-BU besteht ein mehrfaches Recht auf Günstigerprüfung – eine spätere Schlechterstellung ist ausgeschlossen.
Das Produktupdate hat die Jugendlogik deutlich gestärkt. Der UpgradeJoker erlaubt bei bestimmten Anlässen bis Alter 35 eine Prüfung der Berufseinstufung ohne erneute Risikoprüfung; eine Verschlechterung ist ausgeschlossen. KarrierePlus adressiert hohe spätere Einkommen.
Die Allianz bietet eine vollwertige, lebensbegleitende Schüler-BU und beschreibt ausdrücklich die Beitragsüberprüfung bei Schulwechsel, Ausbildung, Studium, Berufseinstieg oder Berufswechsel. Für spätere Beamtenwege kann eine DU-Perspektive interessant werden.
In den von uns geprüften Bedingungen (BAL 8408, Stand 04/2026) ist die Nachversicherung stark geregelt: Bei den definierten Anlässen wird das Risiko nicht erneut geprüft; nur die finanzielle Angemessenheit darf geprüft werden. Dazu kommen eine Karrieregarantie und eine Günstigerprüfung bei späterer Schul- oder Berufsänderung.
Die BU PROTECT kombiniert Nachversicherung ohne erneute Risikoprüfung mit einer echten DU-Klausel für Beamte. Für junge Menschen gibt es außerdem BU PROTECT young mit transparent vorgegebenem Beitragsverlauf.
Ab zehn Jahren beziehungsweise ab der 5. Klasse. Der Anbieter betont, dass ein späterer Jobwechsel den Beitrag nicht nach oben verändert und auf Wunsch geprüft wird, ob es günstiger geht. PERFECT START bietet vollen Schutz bei zunächst reduziertem Beitrag.
Ohne neue Gesundheitsprüfung bedeutet zunächst: neue Diagnosen, Behandlungen oder Beschwerden werden im Rahmen der jeweiligen Option nicht erneut gesundheitlich bewertet.
Ohne neue Risikoprüfung kann stärker sein. Dann werden – abhängig von der konkreten Klausel – auch neue berufliche oder freizeitbezogene Risiken nicht erneut bewertet.
10-jähriger Schüler, gesund, kein Risikosport.
Elektroniker und Gleitschirmflieger. Genau jetzt zeigt sich, wie wertvoll eine Nachversicherung ohne erneute Risikoprüfung sein kann.
Wählt das Kind später einen körperlich oder handwerklich geprägten Beruf, kann dieser bei einem Neuabschluss teurer sein als die Schüler-Einstufung. Ein guter bestehender Schülervertrag soll deshalb durch die spätere Berufswahl nicht nachträglich teurer werden.
Ein Rechtsanwalt kann später eine hervorragende Berufsgruppe haben. Das spricht nicht gegen den frühen Schülervertrag. Bei guten Gesellschaften kann eine günstigere Berufsgruppe im bestehenden Vertrag geprüft werden. Die BU soll also nicht in der Schüler-Einstufung festfrieren.
Muster: 1.000 € BU-Rente bis 67, Nichtraucher, keine risikorelevanten Hobbys. Berechnungen vom 13.08.2026.
| Tarif | Zahlbeitrag |
|---|---|
| LV 1871 Golden BU | 35,68 € |
| HDI EGO Top | 42,65 € |
| Baloise BU | 43,41 € |
| Alte Leipziger SecurAL | 45,56 € |
| Allianz BU Premium | 47,44 € |
| LV-1871-Musterfall | Zahlbeitrag |
|---|---|
| 10-jähriger Gymnasiast | 35,68 € |
| 25-jähriger Rechtsanwalt | 30,86 € |
| 25-jähriger Projektassistent mit Bachelor | 44,75 € |
| 25-jähriger Physiotherapeut | 80,46 € |
Der Rechtsanwalt kann später bei einem Neuabschluss sogar günstiger sein. Ein guter Schülervertrag ist deshalb trotzdem nicht „falsch“: Er hat bereits 15 Jahre Schutz geliefert, die Versicherbarkeit gesichert und kann bei geeigneten Bedingungen auf eine günstigere Berufsgruppe überprüft werden. Beim Physiotherapeuten zeigt sich dagegen, wie wertvoll die frühe Einstufung sein kann.
Musterwerte, keine Beitragsgarantie. Beitrag, Tarifgeneration, Schulform, Beruf, Gesundheit, Überschüsse und Bausteine beeinflussen das Ergebnis.
Ein Tarif wird nicht automatisch schlecht, weil einer dieser Punkte anders gelöst ist. Konkrete Negativlisten veröffentlichen wir bewusst nicht. Es gibt am Markt jedoch Schülerlösungen mit deutlich ungünstigeren Regelungen als bei unserer engeren Auswahl. Genau deshalb vergleichen wir als Versicherungsmakler mehrere Gesellschaften und schauen vor dem Abschluss in die konkreten Bedingungen – nicht nur in den Preis.
Bei Schülern ist die Anfangsrente begrenzt. Deshalb ist die Frage, wie der Vertrag später wachsen kann, zentral.
Sie erhöht während der Vertragslaufzeit regelmäßig Beitrag und versicherte BU-Rente. Das hilft, Inflation und steigenden Bedarf aufzufangen. Je nach Tarif sind häufig 3 bis 5 % pro Jahr möglich; eine ausreichende Beitragsdynamik halten wir bei Schülerverträgen in der Regel für sinnvoll.
Das ist etwas anderes: Wird das Kind beispielsweise bereits mit 18 oder 22 dauerhaft berufsunfähig, kann die laufende BU-Rente über Jahrzehnte an Kaufkraft verlieren. Eine garantierte Leistungsdynamik erhöht die bereits ausgezahlte Rente jährlich um den vereinbarten Satz. Je nach Tarif sind häufig 1 bis 3 % wählbar; wir prüfen diese Option regelmäßig mit.
Mit Berufseinstieg, Abschluss, Gehaltssprung, Hochzeit, Immobilienerwerb oder anderen Ereignissen kann die BU-Rente – je nach Tarif – zusätzlich erhöht werden. Für spätere sehr hohe Einkommen sind Karrieregarantien oder in Sonderfällen sogar zwei Verträge einen Blick wert.
Was möchten Sie für Ihr Kind absichern und was ist bereits vorhanden? Wir erfassen Alter, Schulform, bestehenden Schutz, gewünschte BU-Rente, bekannte Gesundheitsthemen und risikorelevante Hobbys.
Wir prüfen die konkreten Gesundheitsfragen und deren Zeiträume. Sie müssen nicht vorsorglich sämtliche Arztakten besorgen. Bei Kindern ist eine Kopie des U-Hefts häufig hilfreich. Weitere Unterlagen holen wir nur dann hinzu, wenn sie einen Sachverhalt wirklich klären.
Bei Vorerkrankungen oder Besonderheiten stellen wir nicht blind einen Antrag. Wir prüfen – soweit sinnvoll – zunächst anonym, welche Gesellschaft den konkreten Fall zu welchen Bedingungen akzeptieren würde. So vermeiden wir unnötige Ablehnungen und schaffen eine saubere Entscheidungsgrundlage.
Nicht nur Beitrag, sondern Schülerdefinition, Risikoprüfung, Besserstellung, Nachversicherung, Karriere, Dynamik, DU und spätere Ausbauhöhe.
Rentenhöhe, Beitragsdynamik, Leistungsdynamik, AU-Baustein, Laufzeit und mögliche Zusatzoptionen.
Nach sauberer Vorbereitung reichen wir gezielt ein und prüfen anschließend den Versicherungsschein. Wichtige spätere Lebensphasen gehören in die Wiedervorlage.
Dann zählt nicht mehr der Vergleichsbeitrag, sondern die Leistungsdefinition im Vertrag. Eine echte Schüler-BU prüft nicht, ob ein Kind irgendwann irgendeinen Beruf ausüben könnte, sondern ob die versicherte Tätigkeit als Schüler nach den vereinbarten Bedingungen in dem erforderlichen Umfang nicht mehr ausgeübt werden kann.
Nach der Schadenmeldung möchte der Versicherer wissen, seit wann die Einschränkung besteht, wie der Schulalltag vorher aussah und welche Auswirkungen die Erkrankung konkret auf die versicherte Schülertätigkeit hat.
Medizinische Nachweise, schulische Informationen und weitere Unterlagen werden nicht wahllos gesammelt, sondern passend zur Leistungsdefinition aufbereitet.
Wir unterstützen bei der strukturierten Darstellung des Falls und bei der Kommunikation mit dem Versicherer. Bei Bedarf stellen wir zusätzlich Kontakt zu spezialisierten Leistungsfallbegleitern aus unserem Expertennetzwerk her – und wenn es erforderlich wird, auch zu einem spezialisierten Anwalt.
Der Versicherer prüft den Anspruch anhand der Vertragsbedingungen und der eingereichten Nachweise. Eine automatische Leistung gibt es nicht. Je klarer und leistungsstärker die Bedingungen formuliert sind, desto weniger unnötige Hürden sollte es im Leistungsfall geben – deshalb beginnt die Leistungsfallvorsorge bereits bei der Tarifauswahl.
Hier wird das spätere Ausbaupotenzial entscheidend. Eine Schüler-BU von 1.000 oder 1.500 € ist ein Einstieg, aber keine lebenslange Zielrente. Karrieregarantie und hohe Nachversicherungsgrenzen werden wichtig.
Dann gehört die Dienstunfähigkeit auf den Prüfplan. Manche Tarife haben eine DU-Lösung integriert, andere erlauben später einen Einschluss oder benötigen eine separate Lösung.
Hier kann ein früh gesicherter Schülervertrag besonders wertvoll sein, weil ein Neuabschluss später deutlich teurer werden kann. Gerade bei körperlichen Berufen ist die BU deshalb wichtig. Gleichzeitig soll eine spätere günstigere Einstufung offenbleiben – etwa wenn sich der Weg später in Richtung Meister, Technik, Planung oder Führung entwickelt.
Der sinnvolle Zeitpunkt für einen KFO-Schutz liegt vorher. Bereits diagnostizierte, angeratene oder laufende Behandlungen können je nach Tarif die Leistung für diesen konkreten Fall einschränken.
KIG steht für „kieferorthopädische Indikationsgruppen“. Damit ordnet die gesetzliche Krankenversicherung Zahn- und Kieferfehlstellungen in fünf Schweregrade ein. Bei Kindern besteht grundsätzlich ab KIG 3 Anspruch auf eine Kassenbehandlung; bei KIG 1 und 2 übernimmt die GKV die kieferorthopädische Behandlung grundsätzlich nicht. Auch bei einer Kassenbehandlung können Mehr- und Zusatzleistungen privat zu tragen sein, etwa besondere Brackets oder zusätzliche Retainer-Leistungen.
KFO-Schutz prüfen, bevor eine relevante Fehlstellung festgestellt oder eine kieferorthopädische Abklärung beziehungsweise Behandlung angeraten wurde.
Früh prüfen – idealerweise bevor eine konkrete Empfehlung oder Diagnose im Raum steht. Das ist häufig noch vor dem vollständigen Wechsel der Milchzähne; je nach Entwicklung kann ein sinnvoller Prüfzeitpunkt bereits im Vorschulalter liegen.
Für gesetzlich versicherte Kinder kann je nach Wunsch eine stationäre Zusatzversicherung sinnvoll sein, zum Beispiel für privatärztliche Behandlung und Ein- oder Zweibettzimmer. Wichtig für Familien ist häufig auch Rooming-in, damit ein Elternteil das Kind im Krankenhaus begleiten kann.
Eine private Kinder-Unfallversicherung gehört für uns in jeden Kindervorsorge-Check. Sie leistet vor allem dann, wenn ein Unfall eine dauerhafte Invalidität hinterlässt. Entscheidend sind nicht kleine Zusatzleistungen, sondern eine ausreichend hohe Kapitalleistung für schwere bleibende Folgen – zum Beispiel für Umbauten, Hilfsmittel, Betreuung oder langfristige finanzielle Belastungen. Bei hoher Invalidität muss die vereinbarte Leistung so dimensioniert sein, dass sie nicht nur die ersten Monate, sondern möglichst langfristig trägt. Sie ersetzt eine BU oder Grundfähigkeitsversicherung nicht, ergänzt diese aber sinnvoll.
Pflege: Bevor wir eine zusätzliche Pflegepolice empfehlen, prüfen wir zuerst, welche Leistungen eine vorhandene GF- oder BU-Lösung bereits enthält.
Deshalb gehört zu einem vollständigen Kindervorsorge-Check auch ein kurzer Blick auf die Absicherung der Familie.
Eine schwere Erkrankung des Kindes kann außerdem dazu führen, dass ein Elternteil seine Arbeitszeit reduziert. Auch deshalb kann eine Kinder-BU-Rente die Familie bereits heute finanziell entlasten.
Großeltern möchten häufig nicht einfach noch ein weiteres Spielzeug schenken, sondern etwas aufbauen, das dem Enkel später wirklich hilft.
Großeltern können die Finanzierung einer von den Sorgeberechtigten abgeschlossenen Schüler-BU unterstützen. Ein Kind wird sich darüber mit zehn vermutlich weniger freuen als über ein sichtbares Geschenk. Als Erwachsener kann der Vertrag dagegen einen erheblichen Wert haben.
Auch Vermögensaufbau lässt sich über Großeltern gestalten – als Sparrate oder Einmalzahlung. Je nach Konstruktion können die Großeltern selbst Versicherungsnehmer bleiben und den Zeitpunkt beziehungsweise die Begünstigung mitgestalten.
Nicht das Produkt zuerst wählen, sondern die Frage beantworten: Wem soll das Geld gehören, wann soll es verfügbar sein und wofür soll es verwendet werden?
| Kriterium | Junior-ETF-Depot | Fondspolice 3. Schicht | Frühstartrente / Altersvorsorgedepot |
|---|---|---|---|
| Typisches Ziel | flexibler Vermögensaufbau | langfristiger Vermögensaufbau mit Vertragsgestaltung | echte Altersvorsorge |
| Wem gehört das Kapital? | bei Junior-Depot dem Kind | abhängig von Versicherungsnehmer / Gestaltung | Altersvorsorge des Kindes |
| Verfügung mit 18 | Kind erhält grundsätzlich Kontrolle | kann je nach Gestaltung bei Eltern / Versicherungsnehmer bleiben | nein, langfristig gebunden |
| Entnahmen vor Rente | grundsätzlich möglich | je nach Vertrag flexibel möglich | nach Entwurf grundsätzlich nicht vor 65 |
| ETFs/Fonds | ja | ja, je nach Tarif | kapitalmarktbasiertes Standarddepot |
| Staatliche Kinderförderung | keine spezielle | keine spezielle | geplant 10 € monatlich vom 6. bis 18. Lebensjahr |
| Max. staatliche Frühstartrenten-Einzahlung | – | – | 1.440 € über 12 Jahre |
| Gut für Studium / Immobilie / Gründung | ja | je nach Gestaltung | nein – dafür ist das Produkt nicht gedacht |
| Stolte-Ansatz | kann eine gute, kostengünstige Lösung sein | häufig guter Kompromiss bei gewünschter Kontrolle und Flexibilität; meist höhere Kosten als ein reines ETF-Depot | Förderung mitnehmen; zusätzliche Eigenbeiträge bewusst abwägen |
Wenn Eltern Nachhaltigkeitspräferenzen haben, können diese bei der Auswahl von Fonds beziehungsweise Anlagelösungen berücksichtigt werden. Entscheidend sind die tatsächlichen Kriterien des Fonds – nicht nur ein grünes Etikett.
Bei der LV 1871 aktuell bereits für eingeschulte Kinder ab sechs Jahren. Viele weitere relevante Anbieter öffnen den Markt ab ungefähr zehn Jahren.
Eine echte BU noch nicht. Möglich sind aber frühe Grundfähigkeitskonzepte und Optionen auf späteren Einkommensschutz, z. B. über die AL-Kinder-GF oder die NÜRNBERGER EKS-Option.
Nein. Die GF zahlt bei definierten Fähigkeiten bzw. Leistungsauslösern; die BU knüpft an die Unfähigkeit an, die versicherte Tätigkeit auszuüben.
Nein. Mehr Anbieter bedeuten mehr Prüfmöglichkeiten. Ein guter bestehender Vertrag kann weiterhin die beste Lösung sein.
Nein. Eine hervorragende spätere Berufsgruppe kann beim Neuabschluss günstiger sein. Gute Schüler-Tarife erlauben deshalb Besserstellungsprüfungen. Der Kernvorteil liegt in frühem Schutz und gesicherter Versicherbarkeit.
Bei guten Schüler-BU-Tarifen führt ein später körperlich oder handwerklich geprägter Beruf nicht zu einer nachträglichen Verschlechterung des bestehenden Vertrags. Umgekehrt sollte eine spätere günstigere Berufsgruppe genutzt werden können, wenn der Tarif eine Besserstellung vorsieht.
Dann kann eine günstigere Berufsgruppe beziehungsweise eine Karrieregarantie interessant werden. Ein guter Schülervertrag soll Verbesserungen nicht blockieren.
Die Gesundheitsprüfung betrifft Gesundheitsangaben. Eine Risikoprüfung kann darüber hinaus Beruf, Hobby und weitere Risikomerkmale umfassen. Für spätere Erhöhungen ist dieser Unterschied besonders wichtig.
Ein korrekt zustande gekommener bestehender Vertrag wird nicht wegen jeder späteren Diagnose neu beantragt. Bei einem Neuabschluss könnte eine solche Diagnose dagegen für die Risikoprüfung relevant sein. Eine pauschale Annahmeentscheidung gibt es nicht.
Psychische Diagnosen und Behandlungen können bei einem späteren Neuabschluss relevant sein. Genau deshalb ist eine saubere frühe Versicherbarkeit interessant. Entscheidend ist immer die konkrete Gesundheitshistorie und Fragestellung des Versicherers.
Das hängt von den Vertragsbedingungen ab. Für spätere Nachversicherungen ist zusätzlich wichtig, ob nur auf Gesundheitsfragen oder auf die gesamte Risikoprüfung verzichtet wird.
So hoch wie sinnvoll und tariflich möglich. Gleichzeitig ist wichtiger, wie weit die Rente später ohne neue Risikoprüfung ausgebaut werden kann.
Die versicherte Rente und der Beitrag werden regelmäßig erhöht. Dadurch kann der Schutz vor dem Leistungsfall mitwachsen. Je nach Tarif sind häufig 3 bis 5 % pro Jahr wählbar; eine ausreichende Dynamik halten wir bei Schülerverträgen meist für sinnvoll.
Sie erhöht die bereits laufende BU-Rente nach Eintritt des Leistungsfalls. Gerade bei einem sehr jungen Leistungsfall kann das für die Kaufkraft über Jahrzehnte wichtig sein. Je nach Tarif sind häufig 1 bis 3 % wählbar.
Nicht jeder. Wenn eine Beamtenlaufbahn wahrscheinlich wird – etwa Lehramt, Polizei oder Verwaltung – sollte die DU-Perspektive aber spätestens in Oberstufe, Studium oder Ausbildung geprüft werden.
Unfallversicherung und BU beziehungsweise Grundfähigkeitsschutz erfüllen unterschiedliche Aufgaben. Die private Unfallversicherung leistet bei dauerhaften Unfallfolgen. Für uns gehört sie deshalb in jeden Kindervorsorge-Check. Wichtig ist vor allem eine ausreichend hohe Invaliditätsleistung für schwere bleibende Folgen – nicht nur kleine Zusatzbausteine.
Möglichst bevor eine relevante Fehlstellung diagnostiziert oder eine kieferorthopädische Abklärung beziehungsweise Behandlung angeraten wurde.
Ja, die Beiträge können wirtschaftlich von den Großeltern übernommen werden. Den eigentlichen Versicherungsantrag und notwendige Zustimmungen gestalten wir passend zur Sorgeberechtigung.
Das hängt vom Ziel ab. Beim Junior-Depot gehört das Vermögen dem Kind und es erhält mit Volljährigkeit grundsätzlich die Kontrolle. Eine Fondspolice kann mehr Gestaltung bei Vertragsinhaberschaft, Entnahmen und späterer Übertragung ermöglichen.
Staatliche Förderung nicht zu verschenken ist grundsätzlich attraktiv. Ob zusätzlich eigenes Geld ebenfalls bis mindestens 65 gebunden werden soll, ist eine zweite und deutlich individuellere Entscheidung.
Wenn Sie bis hierher gelesen haben, wissen Sie wahrscheinlich schon recht genau, was Ihnen wichtig ist. Im nächsten Schritt prüfen wir Alter, Schulform, bestehende Absicherung und Ihre Ziele.
Maximilian Böcking
Geschäftsführer · Experte für Schüler-BU & Kindervorsorge
Beratung bundesweit möglich.
Unsere bestehende Termin- und Kontaktseite enthält Terminmöglichkeit und Kontaktformular. Gesundheitsdetails gehören anschließend in einen geschützten Beratungsprozess – nicht in das offene Formular.
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