Kindervorsorge verständlich erklärt

Heute Möglichkeiten sichern, die später vielleicht nicht mehr offenstehen.

Kinder brauchen nicht möglichst viele Versicherungen. Entscheidend ist, die richtigen Themen zum richtigen Zeitpunkt zu prüfen: Versicherbarkeit, Arbeitskraft, Gesundheitsschutz und Familie – und erst danach Vermögensaufbau.

Wichtig: Ein guter Vertrag soll mit dem Kind mitwachsen. Bei Schulwechsel, Ausbildung, Studium oder Berufsstart prüfen wir deshalb, ob sich Beitrag, Berufsgruppe oder Rentenhöhe verbessern lassen. Ein bestehender guter Schutz wird nicht allein wegen des Alters ausgetauscht.
Anonymisierte Erfahrungen aus unserer Beratung

Warum „das machen wir beim Berufsstart“ manchmal zu spät ist

Viele junge Erwachsene verstehen den Wert einer BU genau dann, wenn sie eigenes Einkommen haben. Leider ist die gesundheitliche und risikotechnische Ausgangslage dann nicht immer noch dieselbe.

Gleitschirmfliegen

Bei einem jungen Erwachsenen führte das inzwischen ausgeübte Hobby in unserem konkreten Fall zu einem Risikozuschlag von 100 %. Eine Alternative verlangte 75 % – bei bereits höherem Grundbeitrag.

Prüfungsangst

Eine Studentin ließ sich zur Verschiebung einer Prüfung krankschreiben. Die psychische Dokumentation führte später dazu, dass BU-Schutz nur mit Einschränkung darstellbar war.

Schwindel / Vitamin-B-Mangel

Ungeklärte Beschwerden waren erst seit dem Berufsstart aufgetreten. Eine vernünftige reguläre BU-Lösung ließ sich im konkreten Fall nicht mehr darstellen.

Übergewicht / Cholesterin

In einem weiteren Fall führte die Risikoprüfung zu einem Zuschlag von 25 %.

Diese Fälle sind anonymisiert und keine allgemeingültigen Annahmeentscheidungen. Versicherer bewerten Gesundheit, Beruf und Freizeitrisiken individuell.

Der Stolte-Vorsorgefahrplan

Was wir in welchem Alter besonders prüfen

Die Produkte ändern sich mit dem Alter. Das Ziel bleibt gleich: sinnvolle Möglichkeiten offenhalten, ohne unnötige Verträge anzusammeln.

~6 MonateEinkommensschutz-Option und Kinder-Grundfähigkeitsschutz
ab 3Grundfähigkeitsschutz wächst mit; Zahn/KFO im Blick
ab 6erste echte Schüler-BU; je nach Konzept auch Schulunfähigkeitsschutz
ab 10großer Marktvergleich – je nach Schulform
AusbildungBerufsgruppe und Ausbauoptionen prüfen
OberstufeKarriere, Rentenhöhe und Dienstunfähigkeit prüfen
StudiumFachrichtung, Karrierepotenzial und Nachversicherung
BerufsstartRente ausbauen / Besserstellung
Baby / erstes Lebensjahr

Schon sehr früh kann man spätere Versicherbarkeit vorbereiten.

Ein Baby braucht selbstverständlich keine Berufsunfähigkeitsrente. Es gibt aber Lösungen, die entweder spätere Zugänge sichern oder bereits einen kindgerechten Grundfähigkeitsschutz aufbauen.

NÜRNBERGER Vermögensaufbau4Kids mit EKS-Option

Der Vermögensaufbau4Kids ist eine fondsgebundene Rentenversicherung mit Fonds- und ETF-Auswahl, flexiblen Zuzahlungen und Entnahmen. Für uns ist bei kleinen Kindern besonders die kostenlose Einkommensschutz-Option interessant.

Was die EKS-Option macht: Die Gesundheitsfragen werden zu Beginn beantwortet. Später kann das Kind zu definierten Zeitpunkten Schulunfähigkeits-, Grundfähigkeits- oder Berufsunfähigkeitsschutz ohne erneute Risikoprüfung nutzen. Die NÜRNBERGER beschreibt ausdrücklich, dass dabei zum Beispiel auch neue risikoreiche Hobbys nicht erneut abgefragt werden.

Aktuell nennt die NÜRNBERGER folgende Entwicklungsschritte: ab fünf Jahren kann – je nach gewähltem Weg – ein Schulunfähigkeits- oder Grundfähigkeitsschutz bis 1.000 € Monatsrente genutzt werden. Ab zehn Jahren ist beim Übertritt auf eine weiterführende Schule eine echte Schüler-BU bis 1.000 € möglich; später folgen weitere Ausbauoptionen und über EKS-Plus höhere Grenzen. Der Sparvertrag selbst ist bereits ab Geburt möglich. In unserer Beratung setzen wir die EKS-Prüfung typischerweise nach der U5 beziehungsweise im ersten Lebensjahr auf die Agenda.

Alte Leipziger Kinder-Grundfähigkeitsversicherung ab 6 Monaten

Die Alte Leipziger ermöglicht einen Einstieg bereits ab sechs Monaten. Weil ein Baby viele Grundfähigkeiten noch gar nicht erlernt hat, besteht zunächst ein altersgerechter Schutz mit einer Einmalzahlung bei definierten sehr schweren Erkrankungen. Ab dem dritten Geburtstag wird daraus automatisch der umfassendere Kinder-Grundfähigkeitsschutz – ohne neue Risikoprüfung.

Später kann der Schutz erweitert werden. Unter definierten Voraussetzungen ist auch ein Wechsel in eine BU ohne erneute Risikoprüfung möglich, etwa beim erstmaligen Besuch einer weiterführenden Schule oder beim erstmaligen Eintritt in eine berufliche Tätigkeit.

EKS oder GF – was ist besser?

Das sind keine identischen Produkte. Die EKS-Option sichert vor allem spätere Zugangsrechte. Die Kinder-GF bietet bereits einen eigenen Leistungsschutz. Welcher Weg sinnvoller ist, hängt davon ab, ob die Familie heute bereits Leistungsschutz möchte oder vor allem Versicherbarkeit für später sichern will.

Grundschule bis Schüler-BU

Grundfähigkeit, Schulunfähigkeit und echte Schüler-BU sind drei verschiedene Dinge.

FrageGrundfähigkeitSchulunfähigkeitSchüler-BU
Was löst die Leistung aus?Verlust definierter Fähigkeiten / LeistungsauslöserSchulunfähigkeit nach den BedingungenBerufsunfähigkeit in der versicherten Tätigkeit „Schüler“
Echte BU?NeinNeinJa
Wie früh möglich?je nach Konzept schon im Kleinkindalterz. B. NÜRNBERGER ab 5LV 1871 ab 6 / Einschulung; viele weitere ab ca. 10
Langfristiges Zielfrüher eigenständiger Schutz / BrückeBrücke bis zur BUArbeitskraftschutz, der ins Berufsleben weiterlaufen kann

Ab sechs Jahren: erste echte Schüler-BU

Die LV 1871 bietet aktuell bereits für eingeschulte Kinder ab sechs Jahren eine vollwertige BU. Für die meisten Schüler sind bis zu 1.500 € Monatsrente möglich, für Schüler der gymnasialen gymnasialen Oberstufe, Fachoberschule (FOS) oder Berufsoberschule (BOS) bis zu 1.800 €. Entscheidend ist nicht nur der frühe Einstieg, sondern die spätere Entwicklung über Zukunfts- und Karrieregarantie.

Ab zehn Jahren: Jetzt wird der Vergleich richtig interessant

Ab ungefähr zehn Jahren kommen weitere leistungsstarke Gesellschaften hinzu. Genau hier lohnt sich ein Marktvergleich, weil sich die Unterschiede nicht nur beim Beitrag zeigen, sondern bei Gesundheitsprüfung, Besserstellung, Nachversicherung, Karrieregarantie, Leistungsdynamik, DU-Perspektive und vielen kleinen Bedingungen.

Muss ein Kind mit zehn wechseln, wenn es mit sechs bereits eine gute BU hat? Nein. Mehr Auswahl bedeutet nur, dass wir prüfen. Ein guter bestehender Vertrag kann die beste Lösung bleiben.
Redaktionsstand August 2026

Unser Schüler-BU-Marktvergleich

Kein Testsieger-Ranking. Die Tabelle zeigt bewusst unsere engere Auswahl leistungsstarker Schüler-BU-Anbieter – nicht den gesamten Markt. Tarife, die unsere Mindestkriterien für langfristige Schülerabsicherung nicht erfüllen, haben wir hier weggelassen. Verglichen werden Punkte, die bei potenziell fünf Jahrzehnten Laufzeit wichtiger sein können als ein paar Euro Anfangsbeitrag.

KriteriumAlte LeipzigerLV 1871NÜRNBERGERHDIAllianzBaloise / Helvetiadie BayerischeVOLKSWOHL BUND
Frühester Einstieg echte Schüler-BU10 Jahre6 Jahre / eingeschult10 Jahre / weiterführende Schule10 Jahre10 Jahre10 Jahre10 Jahre10 Jahre / ab 5. Klasse
Max. BU-Rente beim Schüler-Einstiegbis 1.500 €bis 1.500 €; Oberstufe/FOS/BOS bis 1.800 €bis 1.500 €bis 1.500 €bis 1.500 €bis 1.500 €bis 1.500 €bis 1.500 €
Echte BU statt reiner SchulunfähigkeitJaJaJa ab 10; SU bereits ab 5JaJaJaJaJa
Schulform wird bei Einstufung berücksichtigtJaJa, sehr differenziertJaJaJaJaJaJa
Schulische Besserstellung möglichJaJa – ZukunftsgarantieJa – GünstigerprüfungJa – UpgradeJokerJa – BeitragsüberprüfungJa – Schulform/Oberstufe; Fristen, ggf. GesundheitsprüfungJa – ErweiterungsgarantieJa
Berufliche Besserstellung späterJaJa – ZukunftsgarantieJa – GünstigerprüfungJa – UpgradeJokerJa – BeitragsüberprüfungJa – neuer Beruf; Fristen, ggf. GesundheitsprüfungJa – ErweiterungsgarantieJa – Berufswechselprüfung
Später riskanter Beruf macht den Altvertrag teurer?NeinNeinNeinNeinNeinNeinNeinNein
Nachversicherung: erneute Prüfung?ohne erneute Risikoprüfungohne erneute Risikoprüfungohne erneute Risikoprüfungohne erneute Risikoprüfungohne erneute Gesundheitsprüfungohne erneute Risikoprüfungohne erneute Risikoprüfungohne erneute Gesundheitsprüfung
Ereignisunabhängige ErhöhungJaJaJaJaJaJa – 1× in den ersten 5 Jahren + Beginn 11. VersicherungsjahrJa – in den ersten 5 JahrenJa
Karriere-/High-Potential-MechanikBeginner-Bonus + ErhöhungsoptionenKarrieregarantieumfangreiche ErhöhungsoptionenKarrierePlusNachversicherung + BeitragsüberprüfungKarriere-Garantie bis 6.000 €; bestimmte akademische Berufe bis 7.500 €Karrieresprung als Nachversicherungsanlassumfangreiche Nachversicherung bei Lebensereignissen
Garantierte Rentensteigerung im Leistungsfall1–3 % möglich1–3 % möglich1–3 % möglich1–3 % möglich1–3 % möglich1–3 % möglich1–3 % möglich1–3 % möglich
AU-SchutzJa, möglichJa, möglichJa, möglichJa, möglichJa, möglichJa, möglichJa, möglichJa, möglich
DU-SchutzKein DU-SchutzKein DU-SchutzJa – BU mit DU-Schutz möglichKein DU-SchutzJa – späterer Einschluss möglichKein DU-SchutzJa – echte DU-KlauselKein DU-Schutz
Besonderheit aus unserer Sichtstarker Langzeit-BU-Baukastenfrühester echter BU-Start + ZukunftsgarantieEKS → SU → BU + GünstigerprüfungUpgradeJoker + KarrierePlusBeitragsüberprüfung + spätere DU-Optionstarke Nachversicherung + Karriere-Garantie; Besserstellung mit FristenDU-Schutz + ErweiterungsgarantieBU MODERN + AU-Leistung für Schüler bis 20

Stand August 2026. Die Übersicht ist kein Ranking und ersetzt keine individuelle Auswahl nach Gesundheitszustand, Schulform, gewünschter Rentenhöhe und persönlicher Planung.

Warum diese acht Gesellschaften?

Nicht „der beste Versicherer“, sondern unterschiedliche Stärken.

Die Kurzprofile sind bewusst keine Rangliste. Ein Anbieter kann für ein Kind hervorragend passen und für das nächste wegen Gesundheit, Schulform oder Karriereplanung ausscheiden.

Alte Leipziger – SecurAL

Ab zehn Jahren echte Schüler-BU bis 1.500 €. Der Anbieter hebt ausdrücklich hervor, dass ein später riskanterer Beruf oder ein höheres persönliches Risiko wie eine neue Risikosportart den bestehenden Beitrag nicht verteuert. Dazu kommen umfangreiche Erhöhungsmöglichkeiten ohne erneute Risikoprüfung.

Langzeit-Baukasten
Warum interessantSehr solides Bedingungswerk, günstige Schüler-Einstufung, Beginner-Bonus und viele spätere Erhöhungsanlässe.
Was wir prüfenBesserstellungsmechanik, konkrete Fristen und spätere Ausbaugrenzen immer anhand der aktuellen Vertragsgeneration.

LV 1871 – Golden BU

Der derzeit früheste echte BU-Einstieg in unserem Kernvergleich: ab sechs Jahren beziehungsweise Einschulung. Besonders stark sind Zukunftsgarantie, Ausschlussüberprüfung bei bestimmten Lebensereignissen und Karrieregarantie.

Frühester echter BU-Start
Warum interessantSehr frühe echte BU, Nachversicherung ohne erneute Risikoprüfung, Berufseinstufung und Ausbaugrenzen können später überprüft werden.
Was wir prüfenSchulformabhängige Anfangs- und Nachversicherungsgrenzen. Nicht für jedes Kind ist die feinere Einstufung automatisch die günstigste.

NÜRNBERGER

Interessant ist die gesamte Kette: EKS-Option schon im Kindervorsorgevertrag, Schulunfähigkeit ab fünf und echte Schüler-BU ab zehn. Bei der Schüler-BU besteht ein mehrfaches Recht auf Günstigerprüfung – eine spätere Schlechterstellung ist ausgeschlossen.

EKS → SU → BU
Warum interessantSehr klare Lebensphasenlogik, Upgrade-Optionen und sogar BU mit Dienstunfähigkeitsschutz möglich.
Was wir prüfenOb die frühe EKS-Konstruktion oder ein sofortiger eigenständiger Risikoschutz besser zum Familienziel passt.

HDI – EGO Top

Das Produktupdate hat die Jugendlogik deutlich gestärkt. Der UpgradeJoker erlaubt bei bestimmten Anlässen bis Alter 35 eine Prüfung der Berufseinstufung ohne erneute Risikoprüfung; eine Verschlechterung ist ausgeschlossen. KarrierePlus adressiert hohe spätere Einkommen.

Upgrade & Karriere
Warum interessantUpgradeJoker, KarrierePlus, vollständiger Verweisungsverzicht und flexible Leistungsdynamik.
Was wir prüfenWelche Jugend-/Gesundheitsaktion für den konkreten Schüler gilt; FUTURE 2 Go richtet sich z. B. erst an 18- bis 30-Jährige.

Allianz – BU Premium

Die Allianz bietet eine vollwertige, lebensbegleitende Schüler-BU und beschreibt ausdrücklich die Beitragsüberprüfung bei Schulwechsel, Ausbildung, Studium, Berufseinstieg oder Berufswechsel. Für spätere Beamtenwege kann eine DU-Perspektive interessant werden.

Breites Bedingungswerk
Warum interessantBeitragsüberprüfung, umfangreiche Nachversicherung und spätere DU-Lösungen innerhalb des Hauses.
Was wir prüfenBei Nachversicherungen genau unterscheiden: „ohne Gesundheitsprüfung“ ist nicht automatisch identisch mit „ohne jede Risikoprüfung“.

Baloise – Berufsunfähigkeitsversicherung

In den von uns geprüften Bedingungen (BAL 8408, Stand 04/2026) ist die Nachversicherung stark geregelt: Bei den definierten Anlässen wird das Risiko nicht erneut geprüft; nur die finanzielle Angemessenheit darf geprüft werden. Dazu kommen eine Karrieregarantie und eine Günstigerprüfung bei späterer Schul- oder Berufsänderung.

Starke Nachversicherung
Warum interessant Nachversicherung ohne erneute Risikoprüfung, Karrieregarantie bis 6.000 € beziehungsweise bis 7.500 € in bestimmten akademischen Berufen sowie wählbarer AU-Schutz und 1–3 % garantierte Leistungsdynamik.
Was wir prüfen Die Besserstellung ist gut, aber fristgebunden: Bei Schulform- oder Oberstufenwechsel, Ausbildung, Studium beziehungsweise neuem Beruf kann eine günstigere Einstufung geprüft werden. Nach den vorliegenden Bedingungen kann außerhalb der ersten fünf Vertragsjahre eine erneute Gesundheitsprüfung relevant werden. Eine ungünstigere Einstufung ist ausgeschlossen.

die Bayerische – BU PROTECT

Die BU PROTECT kombiniert Nachversicherung ohne erneute Risikoprüfung mit einer echten DU-Klausel für Beamte. Für junge Menschen gibt es außerdem BU PROTECT young mit transparent vorgegebenem Beitragsverlauf.

Starke DU-Perspektive
Warum interessantDU, AU- und Pflegebausteine sowie zahlreiche Nachversicherungsereignisse. Die Erweiterungsgarantie kann eine günstigere Berufsgruppe später nutzbar machen.
Was wir prüfenStartertarif nicht nur nach dem niedrigen Anfangsbeitrag beurteilen; der festgelegte spätere Beitragsverlauf gehört in den Vergleich.

VOLKSWOHL BUND – BU MODERN / PERFECT START

Ab zehn Jahren beziehungsweise ab der 5. Klasse. Der Anbieter betont, dass ein späterer Jobwechsel den Beitrag nicht nach oben verändert und auf Wunsch geprüft wird, ob es günstiger geht. PERFECT START bietet vollen Schutz bei zunächst reduziertem Beitrag.

Flexibler Langzeitvertrag
Warum interessantBerufswechselprüfung, zahlreiche Nachversicherungen, AU für Schüler bis 20 bei PERFECT START ohne Mehrbeitrag und Pflege-Schutzbrief.
Was wir prüfenBei den Nachversicherungen unterscheiden wir sauber zwischen Verzicht auf Gesundheits- und Verzicht auf vollständige Risikoprüfung.
Unser Maßstab: Ein sehr gut bewerteter Tarif kann für Ihr Kind passen – muss es aber nicht. Deshalb verbinden wir Bedingungsvergleich, Risikoprüfung und den erwartbaren Lebensweg, statt die Entscheidung allein an einem Testsiegel festzumachen.
Ein Detail mit großer Wirkung

Gesundheitsprüfung ist nicht Risikoprüfung.

Ohne neue Gesundheitsprüfung bedeutet zunächst: neue Diagnosen, Behandlungen oder Beschwerden werden im Rahmen der jeweiligen Option nicht erneut gesundheitlich bewertet.

Ohne neue Risikoprüfung kann stärker sein. Dann werden – abhängig von der konkreten Klausel – auch neue berufliche oder freizeitbezogene Risiken nicht erneut bewertet.

Heute

10-jähriger Schüler, gesund, kein Risikosport.

Später

Elektroniker und Gleitschirmflieger. Genau jetzt zeigt sich, wie wertvoll eine Nachversicherung ohne erneute Risikoprüfung sein kann.

Unser Prüfpunkt: Bei einer Kinder-BU interessieren uns nicht nur die ersten 1.000 oder 1.500 €. Noch wichtiger kann sein, unter welchen Bedingungen daraus später 2.000, 3.000 oder 5.000 € werden können.
Schlechter möglichst nicht. Besser schon.

Ein guter Schülervertrag soll Optionen nach oben offenlassen.

Schüler → Handwerker

Wählt das Kind später einen körperlich oder handwerklich geprägten Beruf, kann dieser bei einem Neuabschluss teurer sein als die Schüler-Einstufung. Ein guter bestehender Schülervertrag soll deshalb durch die spätere Berufswahl nicht nachträglich teurer werden.

Schüler → Rechtsanwalt

Ein Rechtsanwalt kann später eine hervorragende Berufsgruppe haben. Das spricht nicht gegen den frühen Schülervertrag. Bei guten Gesellschaften kann eine günstigere Berufsgruppe im bestehenden Vertrag geprüft werden. Die BU soll also nicht in der Schüler-Einstufung festfrieren.

„Früh absichern heißt nicht: für immer denselben Beitrag akzeptieren. Unser Ziel ist: eine Verschlechterung vermeiden – eine Verbesserung aber nutzen.“
Echte Musterrechnungen aus unserem Vergleich

Früh ist nicht immer der billigste Vergleich – aber häufig die bessere Ausgangslage.

Muster: 1.000 € BU-Rente bis 67, Nichtraucher, keine risikorelevanten Hobbys. Berechnungen vom 13.08.2026.

Eintrittsalter wirkt mit: Bleiben Berufsgruppe, Tarif und sonstige Parameter gleich, ist ein früheres Eintrittsalter regelmäßig günstiger. Wird der spätere Beruf dagegen deutlich besser eingestuft, kann ein Neuabschluss zunächst günstiger aussehen – deshalb ist die spätere Besserstellungsoption im bestehenden Vertrag so wichtig.

Was kostet der 10-jährige Gymnasiast?

TarifZahlbeitrag
LV 1871 Golden BU35,68 €
HDI EGO Top42,65 €
Baloise BU43,41 €
Alte Leipziger SecurAL45,56 €
Allianz BU Premium47,44 €

Was passiert beim späteren Neuabschluss?

LV-1871-MusterfallZahlbeitrag
10-jähriger Gymnasiast35,68 €
25-jähriger Rechtsanwalt30,86 €
25-jähriger Projektassistent mit Bachelor44,75 €
25-jähriger Physiotherapeut80,46 €
Was zeigt das?

Der Rechtsanwalt kann später bei einem Neuabschluss sogar günstiger sein. Ein guter Schülervertrag ist deshalb trotzdem nicht „falsch“: Er hat bereits 15 Jahre Schutz geliefert, die Versicherbarkeit gesichert und kann bei geeigneten Bedingungen auf eine günstigere Berufsgruppe überprüft werden. Beim Physiotherapeuten zeigt sich dagegen, wie wertvoll die frühe Einstufung sein kann.

Musterwerte, keine Beitragsgarantie. Beitrag, Tarifgeneration, Schulform, Beruf, Gesundheit, Überschüsse und Bausteine beeinflussen das Ergebnis.

Unsere roten Flaggen

Was wir bei einer Schüler-BU kritisch sehen

  • spätere riskantere Berufswahl kann den bestehenden Beitrag verschlechtern
  • Nachversicherung klingt großzügig, verlangt aber erneut Beruf/Hobby-Risikoprüfung
  • Schulformwechsel kann nicht zur Besserstellung genutzt werden
  • spätere Maximalrente ist für eine gute Karriere zu niedrig
  • wichtige Erhöhungsfristen sind sehr kurz oder unpraktisch
  • Starterbeitrag wirkt günstig, aber der spätere Beitragsverlauf wird nicht sauber erklärt
  • Schülerdefinition ist enger als bei relevanten Alternativen
  • für eine wahrscheinliche Beamtenlaufbahn fehlt ein sinnvoller DU-Weg

Ein Tarif wird nicht automatisch schlecht, weil einer dieser Punkte anders gelöst ist. Konkrete Negativlisten veröffentlichen wir bewusst nicht. Es gibt am Markt jedoch Schülerlösungen mit deutlich ungünstigeren Regelungen als bei unserer engeren Auswahl. Genau deshalb vergleichen wir als Versicherungsmakler mehrere Gesellschaften und schauen vor dem Abschluss in die konkreten Bedingungen – nicht nur in den Preis.

Dynamik & Ausbau

1.000 € heute sind nicht automatisch eine ausreichende Absicherung mit 30.

Bei Schülern ist die Anfangsrente begrenzt. Deshalb ist die Frage, wie der Vertrag später wachsen kann, zentral.

Beitragsdynamik

Sie erhöht während der Vertragslaufzeit regelmäßig Beitrag und versicherte BU-Rente. Das hilft, Inflation und steigenden Bedarf aufzufangen. Je nach Tarif sind häufig 3 bis 5 % pro Jahr möglich; eine ausreichende Beitragsdynamik halten wir bei Schülerverträgen in der Regel für sinnvoll.

Garantierte Rentensteigerung im Leistungsfall

Das ist etwas anderes: Wird das Kind beispielsweise bereits mit 18 oder 22 dauerhaft berufsunfähig, kann die laufende BU-Rente über Jahrzehnte an Kaufkraft verlieren. Eine garantierte Leistungsdynamik erhöht die bereits ausgezahlte Rente jährlich um den vereinbarten Satz. Je nach Tarif sind häufig 1 bis 3 % wählbar; wir prüfen diese Option regelmäßig mit.

Nachversicherung & Karrieregarantie

Mit Berufseinstieg, Abschluss, Gehaltssprung, Hochzeit, Immobilienerwerb oder anderen Ereignissen kann die BU-Rente – je nach Tarif – zusätzlich erhöht werden. Für spätere sehr hohe Einkommen sind Karrieregarantien oder in Sonderfällen sogar zwei Verträge einen Blick wert.

Zwei-Vertrags-Lösung: Das ist kein Standard für jedes Kind. Bei erwartbar hohem späteren Einkommen kann es aber sinnvoll sein, zwei unabhängige Nachversicherungswege zu sichern. Zwei Verträge mit beispielsweise jeweils 500 € BU-Rente können beitragsseitig ähnlich liegen wie ein einzelner Vertrag über 1.000 €, schaffen aber zwei getrennte Nachversicherungssysteme. Mindestbeiträge, Kosten und spätere Ausbaugrenzen prüfen wir vorher konkret.
„Ein guter Vertrag wächst mit dem Kind: früh sichern, später verbessern und ausbauen.“
Unser Grundsatz in der Kindervorsorge
Sorgfalt vor Schnelligkeit

So läuft eine Schüler-BU-Beratung bei Stolte.

Kurzes Erstgespräch

Was möchten Sie für Ihr Kind absichern und was ist bereits vorhanden? Wir erfassen Alter, Schulform, bestehenden Schutz, gewünschte BU-Rente, bekannte Gesundheitsthemen und risikorelevante Hobbys.

Gesundheitshistorie sauber aufbereiten

Wir prüfen die konkreten Gesundheitsfragen und deren Zeiträume. Sie müssen nicht vorsorglich sämtliche Arztakten besorgen. Bei Kindern ist eine Kopie des U-Hefts häufig hilfreich. Weitere Unterlagen holen wir nur dann hinzu, wenn sie einen Sachverhalt wirklich klären.

Bei Bedarf Risikovoranfrage

Bei Vorerkrankungen oder Besonderheiten stellen wir nicht blind einen Antrag. Wir prüfen – soweit sinnvoll – zunächst anonym, welche Gesellschaft den konkreten Fall zu welchen Bedingungen akzeptieren würde. So vermeiden wir unnötige Ablehnungen und schaffen eine saubere Entscheidungsgrundlage.

Markt und Bedingungen vergleichen

Nicht nur Beitrag, sondern Schülerdefinition, Risikoprüfung, Besserstellung, Nachversicherung, Karriere, Dynamik, DU und spätere Ausbauhöhe.

Technische Ausgestaltung festlegen

Rentenhöhe, Beitragsdynamik, Leistungsdynamik, AU-Baustein, Laufzeit und mögliche Zusatzoptionen.

Erst dann Antrag und Policenprüfung

Nach sauberer Vorbereitung reichen wir gezielt ein und prüfen anschließend den Versicherungsschein. Wichtige spätere Lebensphasen gehören in die Wiedervorlage.

Bitte keine sensiblen Gesundheitsdaten in ein offenes Kontaktformular schreiben. Der Erstkontakt dient nur der Terminvereinbarung. Gesundheitsangaben besprechen und übertragen wir anschließend über geeignete geschützte Wege.
Der Vertrag muss im Ernstfall funktionieren

Und wenn ein Schüler tatsächlich berufsunfähig wird?

Dann zählt nicht mehr der Vergleichsbeitrag, sondern die Leistungsdefinition im Vertrag. Eine echte Schüler-BU prüft nicht, ob ein Kind irgendwann irgendeinen Beruf ausüben könnte, sondern ob die versicherte Tätigkeit als Schüler nach den vereinbarten Bedingungen in dem erforderlichen Umfang nicht mehr ausgeübt werden kann.

Beispiel: Eine 17-jährige Schülerin ist mit 1.200 € monatlicher BU-Rente versichert und kann den versicherten Schulalltag wegen einer schweren Erkrankung voraussichtlich für den in den Bedingungen geforderten Zeitraum nicht mehr in ausreichendem Umfang bewältigen. Wird die Berufsunfähigkeit anerkannt, wird die vereinbarte Rente nach den Vertragsbedingungen gezahlt. Das Geld ist nicht zweckgebunden und kann der Familie beispielsweise helfen, Einkommensausfälle, Betreuung, Therapien oder zusätzlichen Unterricht aufzufangen.

Typischer Ablauf im Leistungsfall

1. Situation aufnehmen

Nach der Schadenmeldung möchte der Versicherer wissen, seit wann die Einschränkung besteht, wie der Schulalltag vorher aussah und welche Auswirkungen die Erkrankung konkret auf die versicherte Schülertätigkeit hat.

2. Unterlagen gezielt zusammenstellen

Medizinische Nachweise, schulische Informationen und weitere Unterlagen werden nicht wahllos gesammelt, sondern passend zur Leistungsdefinition aufbereitet.

3. Leistungsantrag begleiten

Wir unterstützen bei der strukturierten Darstellung des Falls und bei der Kommunikation mit dem Versicherer. Bei Bedarf stellen wir zusätzlich Kontakt zu spezialisierten Leistungsfallbegleitern aus unserem Expertennetzwerk her – und wenn es erforderlich wird, auch zu einem spezialisierten Anwalt.

4. Prüfung und Entscheidung

Der Versicherer prüft den Anspruch anhand der Vertragsbedingungen und der eingereichten Nachweise. Eine automatische Leistung gibt es nicht. Je klarer und leistungsstärker die Bedingungen formuliert sind, desto weniger unnötige Hürden sollte es im Leistungsfall geben – deshalb beginnt die Leistungsfallvorsorge bereits bei der Tarifauswahl.

Warum dieser Abschnitt wichtig ist: Schüler-BU ist nicht nur eine Option für den späteren Beruf. Sie kann bereits während Schule, Ausbildung oder Studium ein echter monatlicher Leistungsschutz sein.
Oberstufe / Studium / Ausbildung

Jetzt wird aus „irgendwann ein Beruf“ langsam eine konkrete Richtung.

Medizin, Jura, IT, Ingenieurwesen und andere höhere Einkommen

Hier wird das spätere Ausbaupotenzial entscheidend. Eine Schüler-BU von 1.000 oder 1.500 € ist ein Einstieg, aber keine lebenslange Zielrente. Karrieregarantie und hohe Nachversicherungsgrenzen werden wichtig.

Lehramt, Polizei, Verwaltung, Feuerwehr

Dann gehört die Dienstunfähigkeit auf den Prüfplan. Manche Tarife haben eine DU-Lösung integriert, andere erlauben später einen Einschluss oder benötigen eine separate Lösung.

Handwerk und körperliche Berufe

Hier kann ein früh gesicherter Schülervertrag besonders wertvoll sein, weil ein Neuabschluss später deutlich teurer werden kann. Gerade bei körperlichen Berufen ist die BU deshalb wichtig. Gleichzeitig soll eine spätere günstigere Einstufung offenbleiben – etwa wenn sich der Weg später in Richtung Meister, Technik, Planung oder Führung entwickelt.

Für gesetzlich versicherte Kinder

Zahn & KFO: lieber einige Jahre zu früh prüfen als einige Wochen zu spät.

Nicht erst handeln, wenn der Zahnarzt sagt: „Damit sollten Sie einmal zum Kieferorthopäden gehen.“

Der sinnvolle Zeitpunkt für einen KFO-Schutz liegt vorher. Bereits diagnostizierte, angeratene oder laufende Behandlungen können je nach Tarif die Leistung für diesen konkreten Fall einschränken.

KIG steht für „kieferorthopädische Indikationsgruppen“. Damit ordnet die gesetzliche Krankenversicherung Zahn- und Kieferfehlstellungen in fünf Schweregrade ein. Bei Kindern besteht grundsätzlich ab KIG 3 Anspruch auf eine Kassenbehandlung; bei KIG 1 und 2 übernimmt die GKV die kieferorthopädische Behandlung grundsätzlich nicht. Auch bei einer Kassenbehandlung können Mehr- und Zusatzleistungen privat zu tragen sein, etwa besondere Brackets oder zusätzliche Retainer-Leistungen.

Unsere einfache Regel

KFO-Schutz prüfen, bevor eine relevante Fehlstellung festgestellt oder eine kieferorthopädische Abklärung beziehungsweise Behandlung angeraten wurde.

Zahn / KFO

Früh prüfen – idealerweise bevor eine konkrete Empfehlung oder Diagnose im Raum steht. Das ist häufig noch vor dem vollständigen Wechsel der Milchzähne; je nach Entwicklung kann ein sinnvoller Prüfzeitpunkt bereits im Vorschulalter liegen.

Krankenhaus

Für gesetzlich versicherte Kinder kann je nach Wunsch eine stationäre Zusatzversicherung sinnvoll sein, zum Beispiel für privatärztliche Behandlung und Ein- oder Zweibettzimmer. Wichtig für Familien ist häufig auch Rooming-in, damit ein Elternteil das Kind im Krankenhaus begleiten kann.

Unfall

Eine private Kinder-Unfallversicherung gehört für uns in jeden Kindervorsorge-Check. Sie leistet vor allem dann, wenn ein Unfall eine dauerhafte Invalidität hinterlässt. Entscheidend sind nicht kleine Zusatzleistungen, sondern eine ausreichend hohe Kapitalleistung für schwere bleibende Folgen – zum Beispiel für Umbauten, Hilfsmittel, Betreuung oder langfristige finanzielle Belastungen. Bei hoher Invalidität muss die vereinbarte Leistung so dimensioniert sein, dass sie nicht nur die ersten Monate, sondern möglichst langfristig trägt. Sie ersetzt eine BU oder Grundfähigkeitsversicherung nicht, ergänzt diese aber sinnvoll.

Pflege: Bevor wir eine zusätzliche Pflegepolice empfehlen, prüfen wir zuerst, welche Leistungen eine vorhandene GF- oder BU-Lösung bereits enthält.

Die Familie gehört dazu

Die wichtigste finanzielle Sicherheit eines Kindes sind zunächst seine Eltern.

Deshalb gehört zu einem vollständigen Kindervorsorge-Check auch ein kurzer Blick auf die Absicherung der Familie.

  • Berufsunfähigkeitsabsicherung der Eltern
  • Familien-Privathaftpflicht einschließlich sinnvoller Kinderregelungen
  • Risikolebensversicherung, wenn Einkommen, Immobilie oder Verpflichtungen abgesichert werden müssen
  • Auslandsreisekrankenversicherung für die Familie

Eine schwere Erkrankung des Kindes kann außerdem dazu führen, dass ein Elternteil seine Arbeitszeit reduziert. Auch deshalb kann eine Kinder-BU-Rente die Familie bereits heute finanziell entlasten.

Für Oma und Opa

Kindervorsorge kann ein sehr langlebiges Geschenk sein.

Großeltern möchten häufig nicht einfach noch ein weiteres Spielzeug schenken, sondern etwas aufbauen, das dem Enkel später wirklich hilft.

BU-Beitrag übernehmen

Großeltern können die Finanzierung einer von den Sorgeberechtigten abgeschlossenen Schüler-BU unterstützen. Ein Kind wird sich darüber mit zehn vermutlich weniger freuen als über ein sichtbares Geschenk. Als Erwachsener kann der Vertrag dagegen einen erheblichen Wert haben.

Regelmäßig sparen oder Einmalbetrag

Auch Vermögensaufbau lässt sich über Großeltern gestalten – als Sparrate oder Einmalzahlung. Je nach Konstruktion können die Großeltern selbst Versicherungsnehmer bleiben und den Zeitpunkt beziehungsweise die Begünstigung mitgestalten.

Unterschriften sauber unterscheiden: Bei reinen Vermögenslösungen kann eine Gestaltung über die Großeltern möglich sein. Sobald das Kind selbst versicherte Person ist oder biometrischer Schutz mit Gesundheitsprüfung vereinbart wird, können Zustimmungen der Sorgeberechtigten erforderlich sein. Das wird vor Antrag produktbezogen geprüft.
Erst danach: Vermögensaufbau

ETF-Junior-Depot, Fondspolice oder Frühstartrente?

Nicht das Produkt zuerst wählen, sondern die Frage beantworten: Wem soll das Geld gehören, wann soll es verfügbar sein und wofür soll es verwendet werden?

KriteriumJunior-ETF-DepotFondspolice 3. SchichtFrühstartrente / Altersvorsorgedepot
Typisches Zielflexibler Vermögensaufbaulangfristiger Vermögensaufbau mit Vertragsgestaltungechte Altersvorsorge
Wem gehört das Kapital?bei Junior-Depot dem Kindabhängig von Versicherungsnehmer / GestaltungAltersvorsorge des Kindes
Verfügung mit 18Kind erhält grundsätzlich Kontrollekann je nach Gestaltung bei Eltern / Versicherungsnehmer bleibennein, langfristig gebunden
Entnahmen vor Rentegrundsätzlich möglichje nach Vertrag flexibel möglichnach Entwurf grundsätzlich nicht vor 65
ETFs/Fondsjaja, je nach Tarifkapitalmarktbasiertes Standarddepot
Staatliche Kinderförderungkeine speziellekeine speziellegeplant 10 € monatlich vom 6. bis 18. Lebensjahr
Max. staatliche Frühstartrenten-Einzahlung1.440 € über 12 Jahre
Gut für Studium / Immobilie / Gründungjaje nach Gestaltungnein – dafür ist das Produkt nicht gedacht
Stolte-Ansatzkann eine gute, kostengünstige Lösung seinhäufig guter Kompromiss bei gewünschter Kontrolle und Flexibilität; meist höhere Kosten als ein reines ETF-DepotFörderung mitnehmen; zusätzliche Eigenbeiträge bewusst abwägen
Frühstartrente – Stand August 2026: Der Gesetzentwurf vom 22.07.2026 sieht 10 € monatlich für Kinder vom sechsten bis zum 18. Lebensjahr vor. Private zusätzliche Einzahlungen sollen bis 6.840 € pro Jahr möglich sein. Erträge bleiben bis zur Auszahlungsphase steuerfrei; eine Auszahlung soll grundsätzlich nicht vor Vollendung des 65. Lebensjahres möglich sein. 1.440 € staatliches Geld mitzunehmen ist eine Sache. Eigenes Kapital ebenfalls jahrzehntelang zu binden eine andere.

Nachhaltig investieren?

Wenn Eltern Nachhaltigkeitspräferenzen haben, können diese bei der Auswahl von Fonds beziehungsweise Anlagelösungen berücksichtigt werden. Entscheidend sind die tatsächlichen Kriterien des Fonds – nicht nur ein grünes Etikett.

Häufige Fragen

Was Eltern uns zur Kindervorsorge fragen

Ab wann gibt es eine echte Schüler-BU?

Bei der LV 1871 aktuell bereits für eingeschulte Kinder ab sechs Jahren. Viele weitere relevante Anbieter öffnen den Markt ab ungefähr zehn Jahren.

Kann ich schon bei einem Baby etwas Richtung BU sichern?

Eine echte BU noch nicht. Möglich sind aber frühe Grundfähigkeitskonzepte und Optionen auf späteren Einkommensschutz, z. B. über die AL-Kinder-GF oder die NÜRNBERGER EKS-Option.

Ist eine Grundfähigkeitsversicherung dasselbe wie eine BU?

Nein. Die GF zahlt bei definierten Fähigkeiten bzw. Leistungsauslösern; die BU knüpft an die Unfähigkeit an, die versicherte Tätigkeit auszuüben.

Muss mein Kind mit zehn den Versicherer wechseln?

Nein. Mehr Anbieter bedeuten mehr Prüfmöglichkeiten. Ein guter bestehender Vertrag kann weiterhin die beste Lösung sein.

Ist eine Schüler-BU immer günstiger als ein Abschluss mit 25?

Nein. Eine hervorragende spätere Berufsgruppe kann beim Neuabschluss günstiger sein. Gute Schüler-Tarife erlauben deshalb Besserstellungsprüfungen. Der Kernvorteil liegt in frühem Schutz und gesicherter Versicherbarkeit.

Was passiert, wenn mein Kind später einen handwerklichen Beruf wählt?

Bei guten Schüler-BU-Tarifen führt ein später körperlich oder handwerklich geprägter Beruf nicht zu einer nachträglichen Verschlechterung des bestehenden Vertrags. Umgekehrt sollte eine spätere günstigere Berufsgruppe genutzt werden können, wenn der Tarif eine Besserstellung vorsieht.

Und wenn mein Kind später Rechtsanwalt oder Arzt wird?

Dann kann eine günstigere Berufsgruppe beziehungsweise eine Karrieregarantie interessant werden. Ein guter Schülervertrag soll Verbesserungen nicht blockieren.

Was ist der Unterschied zwischen Gesundheits- und Risikoprüfung?

Die Gesundheitsprüfung betrifft Gesundheitsangaben. Eine Risikoprüfung kann darüber hinaus Beruf, Hobby und weitere Risikomerkmale umfassen. Für spätere Erhöhungen ist dieser Unterschied besonders wichtig.

Was bedeutet eine spätere ADHD-/ADHS-Diagnose für die bestehende BU?

Ein korrekt zustande gekommener bestehender Vertrag wird nicht wegen jeder späteren Diagnose neu beantragt. Bei einem Neuabschluss könnte eine solche Diagnose dagegen für die Risikoprüfung relevant sein. Eine pauschale Annahmeentscheidung gibt es nicht.

Was ist mit Psychotherapie oder Prüfungsangst?

Psychische Diagnosen und Behandlungen können bei einem späteren Neuabschluss relevant sein. Genau deshalb ist eine saubere frühe Versicherbarkeit interessant. Entscheidend ist immer die konkrete Gesundheitshistorie und Fragestellung des Versicherers.

Muss ein später begonnenes Hobby wie Klettern oder Gleitschirmfliegen gemeldet werden?

Das hängt von den Vertragsbedingungen ab. Für spätere Nachversicherungen ist zusätzlich wichtig, ob nur auf Gesundheitsfragen oder auf die gesamte Risikoprüfung verzichtet wird.

Wie hoch sollte eine Schüler-BU sein?

So hoch wie sinnvoll und tariflich möglich. Gleichzeitig ist wichtiger, wie weit die Rente später ohne neue Risikoprüfung ausgebaut werden kann.

Was ist Beitragsdynamik?

Die versicherte Rente und der Beitrag werden regelmäßig erhöht. Dadurch kann der Schutz vor dem Leistungsfall mitwachsen. Je nach Tarif sind häufig 3 bis 5 % pro Jahr wählbar; eine ausreichende Dynamik halten wir bei Schülerverträgen meist für sinnvoll.

Was ist Leistungsdynamik?

Sie erhöht die bereits laufende BU-Rente nach Eintritt des Leistungsfalls. Gerade bei einem sehr jungen Leistungsfall kann das für die Kaufkraft über Jahrzehnte wichtig sein. Je nach Tarif sind häufig 1 bis 3 % wählbar.

Braucht ein Schüler schon eine DU-Klausel?

Nicht jeder. Wenn eine Beamtenlaufbahn wahrscheinlich wird – etwa Lehramt, Polizei oder Verwaltung – sollte die DU-Perspektive aber spätestens in Oberstufe, Studium oder Ausbildung geprüft werden.

Braucht mein Kind zusätzlich eine Unfallversicherung?

Unfallversicherung und BU beziehungsweise Grundfähigkeitsschutz erfüllen unterschiedliche Aufgaben. Die private Unfallversicherung leistet bei dauerhaften Unfallfolgen. Für uns gehört sie deshalb in jeden Kindervorsorge-Check. Wichtig ist vor allem eine ausreichend hohe Invaliditätsleistung für schwere bleibende Folgen – nicht nur kleine Zusatzbausteine.

Wann sollte KFO-Schutz geprüft werden?

Möglichst bevor eine relevante Fehlstellung diagnostiziert oder eine kieferorthopädische Abklärung beziehungsweise Behandlung angeraten wurde.

Kann Oma oder Opa die BU bezahlen?

Ja, die Beiträge können wirtschaftlich von den Großeltern übernommen werden. Den eigentlichen Versicherungsantrag und notwendige Zustimmungen gestalten wir passend zur Sorgeberechtigung.

Junior-Depot oder Fondspolice?

Das hängt vom Ziel ab. Beim Junior-Depot gehört das Vermögen dem Kind und es erhält mit Volljährigkeit grundsätzlich die Kontrolle. Eine Fondspolice kann mehr Gestaltung bei Vertragsinhaberschaft, Entnahmen und späterer Übertragung ermöglichen.

Sollte man die Frühstartrente nutzen?

Staatliche Förderung nicht zu verschenken ist grundsätzlich attraktiv. Ob zusätzlich eigenes Geld ebenfalls bis mindestens 65 gebunden werden soll, ist eine zweite und deutlich individuellere Entscheidung.

Nächster Schritt

Welche Vorsorge passt heute zu Ihrem Kind?

Wenn Sie bis hierher gelesen haben, wissen Sie wahrscheinlich schon recht genau, was Ihnen wichtig ist. Im nächsten Schritt prüfen wir Alter, Schulform, bestehende Absicherung und Ihre Ziele.

Maximilian Böcking
Geschäftsführer · Experte für Schüler-BU & Kindervorsorge

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Unsere bestehende Termin- und Kontaktseite enthält Terminmöglichkeit und Kontaktformular. Gesundheitsdetails gehören anschließend in einen geschützten Beratungsprozess – nicht in das offene Formular.

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Redaktioneller Stand: 16.08.2026. Grundlage: aktuelle öffentlich zugängliche Produktinformationen der genannten Versicherer, Stolte-Vergleichsberechnungen vom 13.08.2026 sowie die Veröffentlichungen des Bundesfinanzministeriums zur Frühstartrente und der KZBV zur kieferorthopädischen Versorgung. Tarifdetails können sich ändern; vor Veröffentlichung und vor jeder Empfehlung werden die aktuellen AVB, Annahmerichtlinien und Rechnerdaten geprüft. Die Seite ist eine allgemeine Information und keine individuelle Produktempfehlung.